<?xml version="1.0" encoding="utf-8"?>
<rss version="2.0">
  <channel>
    <title>Hamburger Schlüsseldokumente zur deutsch-jüdischen Geschichte - Beiträge</title>
    <description>Neuste Artikel in der Online-Quellenedition</description>
    <link>https://schluesseldokumente.net/beitrag/datum</link>
    <lastBuildDate>Thu, 15 Oct 2026 02:09:19 +0000</lastBuildDate>
    <item>
      <title><![CDATA[Hauke Heymann, Fotostudio Sanders. Ein jüdischer „Schnellfotograf“ in Hamburg]]></title>
      <link>https://schluesseldokumente.net/beitrag/jgo:article-304</link>
      <pubDate>Tue, 13 Oct 2026 00:00:00 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Emma Kühnelt, „Auf dunkler Bahn“ als kultureller Gedächtnis-Text]]></title>
      <description><![CDATA[Die vorliegende Quelle ist eine Zusammenfassung des autobiografischen
Romans „Auf dunkler Bahn“ des Privatgelehrten Dr. Max Salzberg.
Max Salzberg wurde 1882 nahe Kovno, im heutigen Litauen, in eine
orthodox jüdische Familie geboren. 1904 reiste er nach Hamburg, um
eine fortschreitende Netzhautablösung zu behandeln. Die Behandlung
war nicht erfolgreich und Max Salzberg erblindete nahezu vollständig.
Während seines Krankenhausaufenthaltes lernte er fließend Deutsch zu
sprechen. 1913 machte er sein Abitur am Johanneum in Hamburg. Danach
studierte er in Marburg Philologie und Lehramt und plante, Deutsch-,
Englisch- und Französischlehrer zu werden. In Marburg lernte er auch
seine spätere Ehefrau Frida Salzberg-Heins kennen. Basierend auf den
nicht-literarischen Quellen des Nachlasses des Ehepaares Frida und Max
Salzberg hat das IGdJ 2018 eine umfassende Online-Ausstellung
„(Lebens-)Geschichte“ herausgebracht. Die Ausstellung ermöglicht
Einblicke in das Leben der Salzbergs in Deutschland in der ersten
Hälfte des 20. Jahrhunderts.

Die vorliegende Quelle stammt aus dem literarischen Nachlass des
Ehepaars Salzberg. Nach dem Tod Frida Salzberg-Heins‘ wurde der
Nachlass zuerst 1998 im Altonaer Museum und dann im Hamburger
Staatsarchiv verwahrt. Neben Max Salzbergs Autobiografie befinden sich
darin über 40 Kurzgeschichten, zwei Bühnenstücke, vier Märchen,
einige Gedichte und diverse weitere Dokumente auf Deutsch, Hebräisch,
Englisch, Litauisch und Französisch. Die Gedichte und Geschichten
stammen von Max Salzberg, die vorhandenen Briefe von Frida und Max.
Die vorliegende Zusammenfassung schickte Max Salzberg 1952 an den
Verleger der Frankfurter Hefte, Dr. Eugen Kogon. Bis zu seinem Tod
1954 versuchte Salzberg erfolglos, „Auf dunkler Bahn“ auf Deutsch
zu veröffentlichen. Wie aus seinen Korrespondenzen hervorgeht, plante
er seine Autobiografie in zwei Teilen – „Auf dunkler Bahn“
thematisiert seine Kindheit und Jugend und „Auf lichter Bahn“
sollte von seinem Leben in Deutschland erzählen. Weder im Hamburger
Staatsarchiv noch im Altonaer Museum finden sich Fragmente von „Auf
lichter Bahn“. Daher bleibt es offen, ob Salzberg die Fortsetzung
der Autobiografie jemals in Angriff nahm.]]></description>
      <link>https://schluesseldokumente.net/beitrag/Kuehnelt_Salzberg</link>
      <pubDate>Fri, 14 Nov 2025 00:00:00 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Jana Matthies, Von Hamburg nach Jerusalem und (nicht) zurück – Ehemalige Hamburger in Israel und ihre Vereine]]></title>
      <description><![CDATA[Im Oktober 1984 erreichte ein Brief aus Jerusalem die Hamburger
Stadtverwaltung: Seine vier Unterzeichner informierten darüber, dass
sie den Verein ehemaliger jüdischer Bürger Hamburgs gegründet
hatten, um gemeinsam aktiv an der geplanten Ausstellung über die
jüdische Geschichte der Stadt mitwirken zu können. Sie meldeten sich
aus Israel zu Wort, wohin sie 50 Jahre zuvor vor den
Nationalsozialisten geflüchtet waren. Sie waren nicht die einzigen,
die sich zu einem Ehemaligen-Verein (auch Landsmannschaft genannt)
zusammenschlossen. Allerdings stellten die Hamburger eine Besonderheit
dar, denn bis zur Fusion 1992 bestand eine zweite Gruppe – der
Verein ehemaliger Hamburger, Bremer und Lübecker in Israel mit Sitz
in Tel Aviv. Der überlieferte umfangreiche Nachlass zu den Vereinen
ermöglicht die Rekonstruktion ihrer Arbeit. Aufbewahrt werden diese
Aufzeichnungen und Dokumente im Archiv des Leo Baeck Instituts
Jerusalem, mit dem die Protagonisten eng verbunden waren und wo auch
das Gründungsschreiben zu finden ist.]]></description>
      <link>https://schluesseldokumente.net/beitrag/matthies-hamburger-in-israel</link>
      <pubDate>Fri, 12 Sep 2025 00:00:00 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Dennis Hormuth, Der Fall Walter A. Berendsohn. Fortsetzung der Ausgrenzung an der Universität Hamburg]]></title>
      <description><![CDATA[Der Fall von Walter A. Berendsohn, Begründer der deutschsprachigen
Exilliteraturforschung, verweist auf die Vorbehalte, die an der
Universität und in der Stadt gegenüber einer Wiederanstellung der
von den Nationalsozialisten vertriebenen Wissenschaftlerinnen und
Wissenschaftlern bestanden.]]></description>
      <link>https://schluesseldokumente.net/beitrag/hormuth-berendsohn</link>
      <pubDate>Wed, 03 Sep 2025 00:00:00 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Barbara Müller-Wesemann, „Vorausgesetzt, daß wir nicht vorher am Warten ‚eingehen‘“. Annäherung an einen Brief und sein Rätsel]]></title>
      <description><![CDATA[Am 12.7.1934, dem Datum des vorliegenden Briefes, bestand die
„Jüdische Gesellschaft für Kunst und Wissenschaft e.V.“ (hier:
Jüd. Ges. f. K. & W.), ein in Hamburg eingetragener Verein, seit
sechs Monaten. Sie bot jüdischen Kunstschaffenden sowie
Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, die auf Grund der
nationalsozialistischen Gesetzgebung ihre Posten verloren hatten, neue
Auftrittsmöglichkeiten und damit finanzielle Unterstützung. Leopold
Sachse, der 1933 entlassene Intendant des Hamburger Stadttheaters, der
heutigen Staatsoper, war der künstlerischer Leiter der Gesellschaft.
In seinem Schreiben wandte er sich an Anny Gowa, Bühnen- und
Kostümbildnerin, verheiratet mit Ferdinand Gowa. Der
Literaturwissenschaftler und Jurist Gowa, hier scherzhaft „mein
lieber Mitarbeiter“ genannt, war der Geschäftsführer der
Gesellschaft. Sachse teilte Anny Gowa mit, dass ihre eingereichten
Kostümentwürfe auf eine sehr positive Resonanz gestoßen seien und
nach Abschluss eines Vertrages für die geplante Inszenierung
übernommen würden. Im Verlauf einer Korrespondenz im Jahr 1992 hat
Anny Gowa der Autorin den Brief in Kopie zur Verfügung gestellt.]]></description>
      <link>https://schluesseldokumente.net/beitrag/mueller-wesemann-sachse</link>
      <pubDate>Wed, 16 Oct 2024 00:00:00 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Dennis Hormuth, Der Fall Siegfried Landshut. „Wiedergutmachung” an der Universität Hamburg]]></title>
      <description><![CDATA[Der Fall von Siegfried Landshut, einer der maßgeblichen Begründer
der deutschen Politikwissenschaft nach dem Krieg, der sich seit Ende
der 1940er-Jahre um seine Wiederanstellung an der Universität Hamburg
bemühte, war eine Ausnahme, da in seinem Fall das langwierige und
erneut belastende Verfahren zur Wiedereinstellung schlussendlich
Erfolg hatte.]]></description>
      <link>https://schluesseldokumente.net/beitrag/hormuth-landshut</link>
      <pubDate>Thu, 01 Aug 2024 00:00:00 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Cornelia Aust, Schwierige Finanzen: Auszug aus dem Pinkas (Protokollbuch) der jüdischen Gemeinde Frankfurt an der Oder 1767/ 1771]]></title>
      <description><![CDATA[Bei der hier vorliegenden Quelle handelt es sich um einen zweiseitigen
Auszug aus dem Protokollbuch (Pinkas) der jüdischen Gemeinde in
Frankfurt an der Oder mit Einträgen aus den Jahren 1767 und 1771. Das
Protokollbuch dokumentiert die Aktivitäten der Gemeinde zwischen 1754
und 1793. Inhaltlich geht es in den meisten Einträgen, wie auch den
ausgewählten, um die finanziellen Belange der Gemeinde – Steuern,
Pachtverträge, den Verkauf von Synagogenplätzen, die Aufnahme von
Darlehen – aber auch um Heiratsverträge, Gemeindewahlen,
Vormundschafts- und Nachlassangelegenheiten sowie Angelegenheiten der
Beerdigungsbruderschaft. Trotz der Kürze der ausgewählten Einträge
thematisieren sie mehrere zentrale Themen der jüdischen Geschichte in
der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts. Neben der stetig wachsenden
Abgabenlast verweist der gewählte Auszug auf überregionale und
wirtschaftliche Verbindungen zwischen den Gemeinden in Frankfurt an
der Oder und Hamburg.]]></description>
      <link>https://schluesseldokumente.net/beitrag/aust-schwierige-finanzen-frankfurt-oder</link>
      <pubDate>Fri, 14 Jun 2024 00:00:00 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Cornelia Aust, Zwischen jüdischer Identität und Zugehörigkeit: Auszug aus den Statuten der jüdischen Gemeinde Altona, Hamburg, Wandsbek (Kleidervorschriften)]]></title>
      <description><![CDATA[Obwohl die aschkenasischen Juden in Altona, Hamburg und Wandsbek unter
verschiedenen politischen Autoritäten lebten, da Altona zur
Dänischen Krone gehörte, bildeten sie seit 1671 eine Gemeinde,
bekannt als Kehillat Ah“u. Die hier gezeigten Paragraphen sind Teil
der Statuten der jüdischen Gemeinde Altona aus dem Jahr 1685, mit
Zusätzen aus dem Jahr 1726, wobei die hier ausgewählten Paragraphen
176-181, die jedoch in der vorliegenden Version nicht mehr nummeriert
sind, unverändert blieben. Die sechs Paragraphen beinhalten
Kleidungsvorschriften. Solche Statuten (takkanot) wurden in jüdischen
Gemeinden in Protokollbüchern (pinkasim) überliefert. Die hier
ausgewählten Statuten sind in zwei Handschriften überliefert. Heinz
Mosche Graupe, der die Statuten 1973 ediert und übersetzt hat,
bezeichnet diese mit AA (1685) und AB (1726). Für Graupes Edition und
Übersetzung wurde die Fassung AA zugrunde gelegt, was hier
beibehalten wird. Die Fassung umfasst 204 Paragraphen, die jedoch
nicht durchgehend gezählt wurden. Die Altonaer Statuten wurden auf
Hebräisch verfasst, mit einzelnen Sätzen und Worten in Westjiddisch.
Kleidungsstücke werden häufig mit aus dem Deutschen oder
Französischen übernommenen Begriffen bezeichnet. Die Statuten wurden
von der Statutenkommission der Gemeinde, die aus Laien bestand,
verfasst und von einem Schreiber der Gemeinde, der uns namentlich
nicht bekannt ist, niedergeschrieben. Die Statuten gehörten zum
Gemeindearchiv, dass ab 1938 dem Hamburger Staatsarchiv übergegeben
wurde und so der Vernichtung durch die Nationalsozialisten entging.
Dort wird es als „Bestand Jüdische Gemeinden“ geführt, 1959
wurde ein Teil des Materials in die Central Archives for the History
of the Jewish People in Jerusalem überführt, darunter die hier
gezeigten Statuten, die unterdessen über die Israelische
Nationalbibliothek auch online zur Verfügung stehen. Außerdem ist
das Material verfilmt in Hamburg verfügbar.]]></description>
      <link>https://schluesseldokumente.net/beitrag/aust-kleidervorschriften</link>
      <pubDate>Tue, 19 Dec 2023 00:00:00 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Frauke Steinhäuser, Jenseits von Rollenklischees – die Motorradsportlerin und Journalistin Hertha Herrmann]]></title>
      <description><![CDATA[Die Hamburgerin Hertha Herrmann (1897–1970) war bis 1933 eine
anerkannte Sportjournalistin und in ihrer Freizeit eine
leidenschaftliche Motorsportlerin. Anfang der 1930er-Jahre galt sie
als Deutschlands erfolgreichste Motorradfahrerin. Ende 1937 wurde sie
von SA-Männern überfallen und misshandelt; kurz darauf verließ sie
Hamburg fluchtartig Richtung New York. Der vorliegende Artikel
erschien am 1.4.1931 in den Altonaer Nachrichten auf einer
Beilagenseite mit dem Titel „Die moderne Frau in Beruf und Leben“
und dem Untertitel „Sie erobert sich immer weitere Gebiete – und
bleibt doch Frau“. Darin wendet sich Hertha Herrmann als
selbsternannte Vertreterin autofahrender Frauen an autofahrende
Männer. Amüsiert beschreibt sie deren verzweifelte Versuche, sich
die „Vorherrschaft“ auf den Straßen nicht von auto- oder
motorradfahrenden Frauen nehmen zu lassen und endet mit dem Appell an
alle Leserinnen und Leser, Frauen im Straßenverkehr als kompetente
Fahrerinnen anzuerkennen. Zweifellos lagen dem Text Hertha Herrmanns
eigene Erfahrungen zugrunde. Zugleich ist der Artikel, der in der
Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg aufbewahrt wird und über
die Europeana zugänglich ist, ein zeithistorisches Dokument, das
Einblick in gesellschaftliche Diskurse und Fragen von
Gleichberechtigung gibt.]]></description>
      <link>https://schluesseldokumente.net/beitrag/steinhaeuser-hertha-herrmann</link>
      <pubDate>Fri, 15 Dec 2023 00:00:00 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Maximilian Ferst, Pinien am Meer: Interieur als Fenster in eine Familiengeschichte]]></title>
      <description><![CDATA[Die unbetitelte Fotografie zeigt den Wohnraum des Ferienhauses der
Familie Goldberg, welches 1961 unweit der uruguayischen Hauptstadt
Montevideo in Pinamar erbaut wurde. Die Innenraumgestaltung des
Zimmers entspricht der puristischen Design- und Formensprache der
1960er-Jahre. Der abgebildete Raum öffnet sich durch große
Fensterfronten zu den Pinienwäldern außerhalb des Hauses. Der
Innenraum ist durch eine mehrteilige Sitzgruppe strukturiert, die um
eine offene Feuerstelle angeordnet ist. Die Aufnahme ist Teil einer
undatierten, sechsteiligen Fotoserie des Ferienhauses, die aus
verschiedenen Außenansichten und einer weiteren Detailfotografie des
Innenraumes besteht (der Fotograf ist nicht bekannt). Das Ferienhaus
war von Otto Goldberg, der aus Österreich nach Südamerika geflohen
war, für seine Familie in Uruguay entworfen worden. Veronica Rüter
(geb. Goldberg), Tochter von Otto Goldberg, übergab dem Institut für
die Geschichte der deutschen Juden (IGdJ) eine umfangreiche Sammlung
von Familiendokumenten zur wissenschaftlichen Erschließung, zu denen
auch diese Fotoreihe gehört. Das Foto verweist nicht nur auf die
Innenarchitektur und Raumgestaltung des Ferienhauses, sondern
ermöglicht zugleich Einblicke in die Familien- und Fluchtgeschichte
der Goldbergs aus NS-Deutschland.]]></description>
      <link>https://schluesseldokumente.net/beitrag/ferst-pinien-am-meer</link>
      <pubDate>Wed, 15 Nov 2023 00:00:00 +0000</pubDate>
    </item>
  </channel>
</rss>
