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                <dc:title>Die Beschwerde der Bürgerschaft über portugiesische Juden vom 9.12.1603, in: Acta Conventuum Senatus et Civium vom 8. / 9. Dezember 1603 [S. 21-22]</dc:title>
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                <dc:creator>N.N.</dc:creator>
                <dc:publisher>Institut für die Geschichte der deutschen Juden</dc:publisher>
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                <dc:type>Online Ressource</dc:type>
                <dc:description>Am 9.12.1603 beschwerte sich die Hamburger Bürgerschaft gegenüber
dem Rat, dass sich unter den Portugiesen in der Hansestadt auch Juden
befänden. Die Bürger erkennen in ihrer Beschwerde zwar den
wirtschaftlichen Nutzen der portugiesischen Kaufleute für die Stadt
an, verlangen aber die Ausweisung all der Portugiesen, die sich
lediglich als Christen ausgeben und insgeheim die jüdische Religion
praktizieren. Die Bürgerschaft wurde in ihrer Ablehnung von Juden in
der Hansestadt durch die lutherisch-orthodoxe Geistlichkeit
unterstützt. Der Rat hatte hingegen das Ziel, den lukrativen Handel
mit der Iberischen Halbinsel zu stärken. Dabei wollte er von den
Kontakten der Portugiesen profitieren – unabhängig davon, ob diese
katholisch oder jüdisch waren. Die Situation der portugiesischen
Juden in Hamburg änderte sich so im 17. Jahrhundert mehrfach und war
davon abhängig, welche Seite sich in der jeweiligen
Auseinandersetzung durchsetzen konnte. Die Beschwerde aus dem Jahr
1603 ist die erste offizielle Erwähnung einer jüdischen Präsenz im
Protokoll der Hamburger Obrigkeiten. Sie ist im Protokoll des Konvents
zwischen Bürgerschaft und Rat überliefert, das sich heute im
Hamburger Staatsarchiv befindet.</dc:description>
                <dc:date>2019-07-15</dc:date>
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