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                <title type="main">Entscheidung der <orgName ref="http://d-nb.info/gnd/1080931910">deutschen Rabbiner-Konferenz</orgName> vom <date when="1991-11">November
                        1991</date></title>
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            <publisher><orgName>Institut für die Geschichte der deutschen Juden</orgName><email>redaktion@juedische-geschichte-online.net</email><address><addrLine>Beim Schlump 83, 20144 Hamburg</addrLine></address></publisher><availability><licence target="#personal-use"><p>abgedruckt in: Gruppe K (Hrsg.), Für den Erhalt des jüdischen Friedhofs in Ottensen, Hamburg 1992, S. 27.</p></licence></availability><idno><idno type="DTAID">jgo:source-193</idno></idno></publicationStmt>
            
        <seriesStmt><title type="main">Streitfall Ottensen</title><idno type="DTAID">jgo:article-249</idno></seriesStmt><sourceDesc><bibl><author>Deutsche Rabbiner-Konferenz</author><placeName ref="http://vocab.getty.edu/tgn/7005289">Hamburg</placeName><date when="1991-11-03">03.11.1991</date></bibl></sourceDesc></fileDesc>
    <profileDesc><langUsage><language ident="deu">German</language></langUsage><textClass><classCode scheme="http://juedische-geschichte-online.net/doku/#genre">Quelle:Text</classCode></textClass></profileDesc></teiHeader>
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                                Konferenz</orgName>
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                    </hi></hi>Auf Einladung der <abbr><orgName ref="http://d-nb.info/gnd/2036212-2">IKG</orgName></abbr>
                <placeName ref="http://vocab.getty.edu/tgn/7005289">Hamburg</placeName> versammelten
                sich die Mitglieder der <orgName ref="http://d-nb.info/gnd/1080931910">Rabbinerkonferenz in <placeName ref="http://vocab.getty.edu/tgn/7000084">Deutschland</placeName></orgName> am<lb/>
                <date when="1991-11-03">3. November 1991</date>, <ref target="#Jüdischer Kalender" type="editorialNote"><date when="1991-11-03">26. <foreign xml:lang="he">Mar-Cheschvan</foreign> 5752</date></ref>, in <placeName ref="http://vocab.getty.edu/tgn/7005289">Hamburg</placeName>, um die
                Angelegenheit betreffend des jüdischen<lb/>
                Friedhofs <placeName ref="geo:53.552343,9.932011">Ottensen</placeName> in <placeName ref="http://vocab.getty.edu/tgn/7005289">Hamburg</placeName>-<placeName ref="http://vocab.getty.edu/tgn/7012310">Altona</placeName> zu besprechen. Die
                    <orgName ref="http://d-nb.info/gnd/1080931910">Rabbinerkonferenz</orgName> hat
                ein Komitee, bestehend aus<lb/>
                den drei unterzeichnenden <roleName>Rabbinern</roleName>, gewählt, deren Aufgabe es
                ist, alle Fragen betreffend der <abbr>o.g.</abbr> Sache zu<lb/>
                erörtern. Wie <abbr>z.B.</abbr>: Ist es erlaubt, Gebeine zu räumen, wenn ja, in
                welcher Form? Wie steht die jüdische <foreign xml:lang="he"><ref target="#Halacha" type="editorialNote">Halacha</ref></foreign><lb/>
                (Religionsgesetz) zum Verkauf von Friedhöfen? usw. <hi rendition="#et"> Nach
                    gründlicher Klärung der <foreign xml:lang="he"><ref target="#Halacha" type="editorialNote">Halacha</ref></foreign> (jüdisches Religionsgesetz)
                    und nach Beratung mit den großen Weisen</hi>dieser Generation sind wir zur
                nachstehenden Schlußfolgerung gekommen: <hi rendition="#et">Der <abbr>o.g.</abbr>
                    Friedhof ist das alleinige Eigentum der Verstorbenen, die ihre Gräber zum vollen
                    Preis für alle Ewigkeit</hi>bis zur Auferstehung der Toten erworben haben. Kein
                Mensch, keine Organisation und keine Gemeinde hat das<lb/>
                Recht, das Eigentum auf diese Erde zu beanspruchen. Deshalb ist auch jeglicher
                Verkauf dieses Bodens, durch<lb/>
                irgendeine Körperschaft, aus Sicht des jüdischen Religionsgesetzes gesetzlich
                ungültig. <abbr>D.h.</abbr>, daß die jetzigen<lb/>
                Eigentümer dieses Areals es gesetzwidrig besitzen, und derjenige, der es veräußert
                hat, hat unbefugt gehandelt. <hi rendition="#et">Der Friedhof ist heilig, er ist ein
                    globales Heiligtum, er ist heiliger als die Synagoge. Im <ref target="#Talmud" type="editorialNote">Talmud</ref> werden die</hi>Gebeine des Toten dem
                Heiligtum der <ref target="#Tora" type="editorialNote">Tora</ref> gleichgestellt.
                Gemäß unserem Glauben, auch unter moralischem<lb/>
                Aspekt betrachtet, verursacht das Graben im Friedhofsgebiet und die Schädigung der
                Gebeine der Toten tiefe<lb/>
                Trauer und verletzt die Ehrfurcht vor den Verschiedenen, so wie es in <foreign xml:lang="he">Schas</foreign> (in den sechs Büchern der <foreign xml:lang="he"><ref target="#Mischna" type="editorialNote">Mischna</ref></foreign>)<lb/>
                und <foreign xml:lang="he"><ref target="#Possek" type="editorialNote">Poskim</ref></foreign> (Sammlung rabbinischer Entscheidungen) erläutert wird.
                Aus diesem Grund sind wir der Meinung,<lb/>
                daß alles Menschenmögliche unternommen werden muß, um die Entweihung dieses
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                und jegliche Arbeiten auf diesem heiligen Boden zu untersagen. Es wurde nirgends und
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                zugestimmt, einen Friedhof zu entweihen, wie es hier der Fall ist. Wir sind
                überzeugt, daß wenn die<lb/>
                Repräsentanten der Juden in <placeName ref="http://vocab.getty.edu/tgn/7000084">Deutschland</placeName> den Scharfsinn und die Wichtigkeit dieser Angelegenheit
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                gesamte jüdische Volk vortragen, werden sie sich verpflichtet fühlen, Rücksicht zu
                nehmen und die Gefühle des<lb/>
                jüdischen Volkes betreffend der Entweihung des Friedhofs zu berücksichtigen. Mit
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                Gerechten), die an diesem Ort beigesetzt wurden, hoffen<lb/>
                wir, daß es uns gelingen wird, diese furchtbare Arglist zunichte zu machen und die
                Ruhe der Heiligen, die auf<lb/>
                diesem Friedhof beigesetzt sind, zu sichern.<lb/>
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