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            <titleStmt>
                <title type="main"><persName ref="http://d-nb.info/gnd/117321265">Erich Lüth</persName> an
                        <persName ref="http://d-nb.info/gnd/119365863">Arie Goral</persName>,
                        <placeName ref="http://vocab.getty.edu/tgn/7005289">Hamburg</placeName>
                    <date when="1953-05-05">05.05.1953</date></title>
            </titleStmt>
            <publicationStmt>
                
            <publisher><orgName>Institut für die Geschichte der deutschen Juden</orgName><email>redaktion@juedische-geschichte-online.net</email><address><addrLine>Beim Schlump 83, 20144 Hamburg</addrLine></address></publisher><availability><licence target="#personal-use"><p>Archiv des Hamburger Instituts für Sozialforschung, Sammlung Arie Goral, GOR_160,18_Lüth an Goral_05051953. Mit freundlicher Genehmigung.</p></licence></availability><idno><idno type="DTAID">jgo:source-264</idno></idno></publicationStmt>
            <notesStmt>
                <note>
                    <p>Der Korrespondenzwechsel zwischen <persName ref="http://d-nb.info/gnd/119365863">Arie Goral</persName> und dem
                            <roleName>Leiter</roleName> der <orgName ref="http://d-nb.info/gnd/2028232-1">Staatlichen Pressestelle</orgName>
                        in <placeName ref="http://vocab.getty.edu/tgn/7005289">Hamburg</placeName>,
                            <persName ref="http://d-nb.info/gnd/117321265">Erich Lüth</persName>,
                        dokumentiert die Bemühungen <persName ref="http://d-nb.info/gnd/119365863">Gorals</persName>, die von ihm kuratierte Ausstellung mit
                        „Kindermalereien aus <placeName ref="http://vocab.getty.edu/tgn/1000119">Israel</placeName> in <placeName ref="http://vocab.getty.edu/tgn/7005289">Hamburg</placeName> zeigen zu
                        können und damit in die Stadt zurückzukehren, aus der er von den
                        Nationalsozialisten vertrieben wurde. Die organisatorischen Fragen, die in
                        den gegenseitigen Briefen geklärt werden, verweisen dabei auch auf
                        allgemeinere Aspekte des Verhältnisses zu <placeName ref="http://vocab.getty.edu/tgn/7000084">Deutschland</placeName> und des
                        Umgangs mit der Vergangenheit. Eine Übersicht der Briefe findet sich <ref target="http://schluesseldokumente.net/dossier/remigration-goral">hier</ref>. </p>
                </note>
            </notesStmt>
            <sourceDesc>
                
            <bibl><author>Erich Lüth</author><placeName ref="http://vocab.getty.edu/tgn/7005289">Hamburg</placeName><date when="1953-05-05">05.05.1953</date><orgName>Hamburger Institut für Sozialforschung</orgName><idno>GOR_160,18_Lüth an Goral_05051953</idno></bibl></sourceDesc>
        </fileDesc>
    <profileDesc><langUsage><language ident="deu">German</language></langUsage><textClass><classCode scheme="http://juedische-geschichte-online.net/doku/#genre">Quelle:Text</classCode></textClass></profileDesc></teiHeader>
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                <opener><hi rendition="#et"><persName ref="http://d-nb.info/gnd/117321265">ERICH
                            LÜTH</persName></hi><lb/><roleName>DIREKTOR</roleName> DER <orgName ref="http://d-nb.info/gnd/2028232-1">STAATLICHEN PRESSESTELLE</orgName><lb/>
                    DER <placeName ref="http://vocab.getty.edu/tgn/7005289">FREIEN UND HANSESTADT
                        HAMBURG</placeName>
                    <dateline><hi rendition="#right"><date when="1953-05-05">5. Mai 1953</date>
                            <abbr>L/Mu</abbr></hi></dateline><lb/>
                    <salute>Sehr geehrter Herr <persName ref="http://d-nb.info/gnd/119365863">Goral</persName>!</salute></opener>
                <p>Mit großer Freude hatte ich nach meiner Rückkehr aus <placeName ref="http://vocab.getty.edu/tgn/1000119">Israel</placeName><lb/>erfahren,
                    daß Ihre Ausstellung israelischer Kindermalereien<lb/>und Ihr Vortrag in der
                        <orgName ref="http://d-nb.info/gnd/2013051-X">Hamburger Kunsthalle</orgName>
                    ein voller Erfolg<lb/>waren. Ich bin glücklich, daß es trotz aller
                    Schwierigkeiten<lb/>doch noch gelang, die Durchführung Ihrer Ausstellung in
                        <placeName ref="http://vocab.getty.edu/tgn/7005289">Ham-<lb/>burg</placeName> zu ermöglichen. Daß auch Sie mit dem Ergebnis
                    Ihres Ham-<lb/>burger Aufenthaltes zufrieden sind, ist für mich eine
                    volle<lb/>Genugtuung. Daß meine <placeName ref="http://vocab.getty.edu/tgn/1000119">Israel</placeName>-Reise inkognito
                    stattfand, war<lb/>nicht zu verschweigen, da zwar meine Abreise den
                        <roleName>Journalisten</roleName><lb/>bekanntgeworden war, in der
                    Zwischenzeit aber alle Auskünfte<lb/>abgelehnt werden mußten. So konnte eine
                    gewisse Enttäuschung<lb/>der <roleName>Journalisten</roleName> weder in
                        <placeName ref="http://vocab.getty.edu/tgn/7000084">Deutschland</placeName>
                    noch in <placeName ref="http://vocab.getty.edu/tgn/1000119">Israel</placeName>
                    vermieden<lb/>werden. Vielleicht war das der Grund, weshalb einige
                    Zeitun-<lb/>gen in <placeName ref="http://vocab.getty.edu/tgn/1000119">Israel</placeName> während meines dortigen Aufenthaltes über den<lb/><note place="inline">„</note>Mißerfolg<note place="inline">“</note> meiner
                        Ölbaumspende<note type="editorial" place="foot">Die Ölbaumspende wurde im
                        frühen 20. Jahrhundert im Rahmen des Zionisten-Kongress 1905
                        etabliert.</note> zu berichten begannen, obgleich<lb/>die Ölbaumspende<note type="editorial" place="foot">Die Ölbaumspende wurde im frühen 20.
                        Jahrhundert im Rahmen des Zionisten-Kongress 1905 etabliert.</note> schon
                    vor einigen Monate so gut wie abge-<lb/>schlossen worden war und auch keine
                    materielle Wiedergutmachung,<lb/>sondern nur ein Zeichen unserer Ehrfurcht vor
                    den Erschlagenen<lb/>sein sollte. Man konnte daher auch die Erträgnisse der
                        Ölbaum-<lb/>spende<note type="editorial" place="foot">Die Ölbaumspende wurde
                        im frühen 20. Jahrhundert im Rahmen des Zionisten-Kongress 1905
                        etabliert.</note> nicht mit den Sammelergebnissen für den
                    Wiederaufbau<lb/>von <placeName ref="http://vocab.getty.edu/tgn/7074615">Helgoland</placeName><note type="editorial" place="foot">Am 1.3.1952 wurde
                        das militärische Sperrgebiert auf der Insel durch die Briten aufgehoben und
                        die Insel an die Bundesrepublik Deutschland zurückgegeben.</note>
                    vergleichen. An der Ölbaumspende<note type="editorial" place="foot">Die
                        Ölbaumspende wurde im frühen 20. Jahrhundert im Rahmen des
                        Zionisten-Kongress 1905 etabliert.</note> beteiligten<lb/>sich in erster
                    Linie die Schuljugend mit ihren Groschen, während<lb/>für den Wiederaufbau
                    Helgolands die großen Firmen und Konzerne<lb/>steuerfreie Spenden geben.</p>
                <p>Unsere gemeinsame Arbeit für die Wiederannäherung ist also<lb/>nicht ganz frei
                    von Dornen, Rückschlägen und Mißverständnissen.<lb/>Das darf uns aber nicht
                    beirren.</p>
                <p>Leider habe ich Herrn <persName ref="nognd">Dr. Mendel</persName> nicht
                    getroffen, obgleich man<lb/>versucht hatte, mich mit ihm zusammenzuführen. Ich
                    hatte aber<lb/>einen Wunschzettel mit Hunderten von Begegnungen, von
                    denen<lb/>eben nur ein Teil zustandekommen konnte. Jedenfalls waren
                    meine<lb/>Tage sehr ausgefüllt. Ich habe zwischen dem <placeName ref="http://vocab.getty.edu/tgn/7018638">Toten Meer</placeName> und<lb/>der
                        <placeName ref="http://vocab.getty.edu/tgn/1000126">libanesischen
                        Grenze</placeName> mit Ausnahme von <placeName ref="http://vocab.getty.edu/tgn/7001382">Elat</placeName> alle
                    wichtigen<lb/>Teil des Landes auf ständigen Rundfahrten recht gut
                    kennen-<lb/>gelernt und bin von meinen Eindrücken noch überwältigt.</p>
                <closer><salute>Mit freundlichen Grüßen<lb/>Ihr<lb/></salute>
                    <signed><persName ref="http://d-nb.info/gnd/117321265">Erich
                        Lüth</persName></signed>Herrn <persName ref="http://d-nb.info/gnd/119365863">Arie Goral</persName><lb/><hi rendition="#u"><placeName ref="http://vocab.getty.edu/tgn/7134067">München</placeName></hi><lb/><placeName ref="48.16623547314395,11.578928888374525">Viktoriastr.
                    25</placeName><lb/>c/o <persName ref="http://d-nb.info/gnd/1243883537                             ">Rosenow</persName>
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