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                <title type="main"><persName ref="http://d-nb.info/gnd/118699385">Johann Gottfried
                        Gurlitt</persName>, Bemerkungen über den zur Universität vorbereitenden
                    Unterricht, besonders im Hebräischen, <placeName ref="http://vocab.getty.edu/tgn/7005289">Hamburg</placeName>, <date when="1810">1810</date> in: Anzeige der Vorlesungen im <orgName ref="http://d-nb.info/gnd/82892-0">akademischen Gymnasium zu <placeName ref="http://vocab.getty.edu/tgn/7005289">Hamburg</placeName></orgName>,
                    der von <date when="1809-04">Ostern 1809</date> bis <date when="1810-04">Ostern
                        1810</date> gehaltenen, sowie der von <date when="1810-04-22">Ostern
                        1810</date> bis <date when="1811-04-14">Ostern 1811</date> angekündigten,
                        <placeName ref="http://vocab.getty.edu/tgn/7005289">Hamburg</placeName>
                    <date when="1810">1810</date>, S. 3–16, hier Seite 9–10.</title>
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            <publisher><orgName>Institut für die Geschichte der deutschen Juden</orgName><email>redaktion@juedische-geschichte-online.net</email><address><addrLine>Beim Schlump 83, 20144 Hamburg</addrLine></address></publisher><availability><licence target="#personal-use"><p>Mit freundlicher Genehmigung des Staatsarchivs Hamburg.</p></licence></availability><idno><idno type="DTAID">jgo:source-46</idno></idno></publicationStmt>
            
        <seriesStmt><title type="main" corresp="#jgo:article-52">Vorwort Johann Gottfried Gurlitt, Vorlesungsverzeichnis Akademisches Gymnasium</title></seriesStmt><sourceDesc><bibl><author>Johann Gottfried Gurlitt</author><placeName ref="http://vocab.getty.edu/tgn/7005289">Hamburg</placeName><date when="1810">1810</date><orgName ref="http://d-nb.info/gnd/2022556-8">Staatsarchiv Hamburg</orgName><idno>B-StAHH, Bibliothek, A 559/0009</idno></bibl></sourceDesc></fileDesc>
    <profileDesc><langUsage><language ident="deu">German</language></langUsage><textClass><classCode scheme="http://juedische-geschichte-online.net/doku/#genre">Quelle:Text</classCode></textClass></profileDesc></teiHeader>
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                <gap reason="insignificant"/> Doch niemand wird leugnen, daß sich<lb/>
                hier so gut,
                wie im <orgName ref="http://d-nb.info/gnd/301985-8">Johanneum</orgName>, noch manche
                Arten und Mittel der Vervoll-<lb/>kommung gedenken lassen; beide Institute leisten
                jedoch bis <sic>jezt</sic>, was sie <lb/>nach Kräften können. Behaupten kann man, glaube ich, ohne
                Anmas-<lb/>sung, daß durch jene drei Lehrinstitute, auch selbst in ihrem jetzigen
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                 unserer Stadt und Gegend eine Gelegenheit zur<lb/>
                zweckmäßigen und vollständigen Ausbildung für die Akademie gegeben ist,<lb/>
                so gut, wie in anderen berühmten Vorbereitungsanstalten <placeName ref="http://vocab.getty.edu/tgn/7000084">Deutschlands</placeName>, wenn<lb/>
                jene es nur nicht an Fleiß und Anwendung ihrer Kräfte, bei Enthaltsamkeit<lb/>
                von den Vergnügungen, die eine große Stadt <choice>
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                </choice>, wollen ermangeln<lb/>
                lassen, und wenn ihre Aeltern oder Pfleger bei der alten löblichen Sitte der<lb/>
                Hamburger ferner verbleiben, ihre Söhne und Pflegbefohlenen nicht
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                zur Akademie hineilen lassen. – Es kann von uns und unseren Nachkom-<lb/>men 
                noch viel 
                    <sic>Trefliches</sic>
                    <sic>sowol</sic>
                 für die schöne Ausbildung der 
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                Jugend zur Gelehrsamkeit, Tugend und Religiosität, als zur zweckmäßigen<lb/>
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                Geschäfte,Künste und Gewerbe bestimmten jungen Leute geschehen. Gott,<lb/>
                von dem alles Wollen und Vollbringen kommt, erhalte uns und unseren Nach-<lb/>kommen
                dazu den reinen Willen, die thätige Kraft und die edle Freiheit des<lb/>
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                Da mir die Erklärung des alten Testaments in unserem <orgName ref="http://d-nb.info/gnd/82892-0">Gymnasium</orgName> an-<lb/>vertraut 
                ist, so wird es mir erlaubt sein, hier
                noch einiges <hi rendition="#i">über einige Ursachen<lb/>
                    der Vernachlässigung des hebräischen Sprachunterrichts</hi> auf den zur Akademie vor-<lb/>bereitenden
                Anstalten, und folglich auch <hi rendition="#i">über einige Versehen bei der ersten
                    Un-<lb/>terweisung 
                    darin</hi> zu sagen, <hi rendition="#i">um derentwillen so
                    viele <sic>Studirende</sic>
                     nicht bedeutendere Fort-<lb/>schritte 
                        im Studium dieser Sprache</hi> und somit im Verstehen der ehrwürdigen 
                    <sic>Ueber<lb/>reste</sic>
                 des hebräischen 
                    <sic>Alterthums</sic>
                <hi rendition="#i">machen</hi>.
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                Es war eine Zeit, wo man den  <sic>Candidaten</sic>
                     des kirchlichen Lehramts in<lb/>
                manchen Consistorien<note type="editorial" place="foot">Verwaltungsuntereinheiten evangelischer
                    Landeskirchen</note> die Prüfung im Hebräischen auf ihre Bitte ganz erließ .<lb/>
                In mehren Gegenden soll es der Fall gewesen sein; daß dem im <placeName ref="http://vocab.getty.edu/tgn/7016786">Preussischen</placeName><lb/>
                hin und wieder so war, weiß ich gewiß. An mehren Orten aber, wo man<lb/>
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                die Prüfung darin nicht ganz erließ, machte man sie doch so leicht
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                    <sic>Candidat</sic>
                 etwa einen einzigen Vers der Bibel zu übersetzen hatte, wozu man <lb/>ihm 
                    <sic>wol</sic>
                 noch die Wurzelwörter vorsagte. Allen dem sahen die <roleName>Minister der
                    <lb/>geistlichen Angelegenheiten</roleName> nach, oder genehmigten es sogar. Was
                Wunder, <lb/>wenn nur der Ehrbegierige, der sich vor anderen in der <foreign xml:lang="la">Maturitäts <note type="editorial" place="foot">Reife-</note></foreign>prüfung der <lb/>Schule und im Examen als 
                    <sic>Candidat</sic>
                 auszeichnen wollte, diese Sprache er-<lb/>lernte, alle andere aber sie
                entweder gar nicht, oder sehr nachläßig trieben!
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