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                <title type="main"><persName ref="nognd">Johannes Müller</persName>: Judaismus,
                        <placeName ref="http://vocab.getty.edu/tgn/7005289">Hamburg</placeName>,
                        <date when="1644">1644</date>, Kapitel „von der Jüden Wohnung / Ob die
                    Christen mit unverletztem Gewissen zugeben können / dass Jüden unter ihnen
                    wohnen“, <ref target="http://resolver.sub.uni-hamburg.de/goobi/PPN724134441">S.
                        1385–1395</ref></title>
            </titleStmt>
            <publicationStmt>
                
            <publisher><orgName>Institut für die Geschichte der deutschen Juden</orgName><email>redaktion@juedische-geschichte-online.net</email><address><addrLine>Beim Schlump 83, 20144 Hamburg</addrLine></address></publisher><availability><licence target="#personal-use"><p>Johannes Müller, Judaismus oder Jüdenthumb/ Das ist Außführlicher Bericht von des Jüdischen Volckes Unglauben/ Blindheit und Verstockung : Darinne Sie wider die Prophetischen Weissagungen/ von der Zukunfft/ ... insonderheit wider des Herrn Jesu ... Gebuhrt von einer Jungfrawen/ ... streiten/ Zu Befestigung unsers Christlichen Glaubens/ Hintertreibung der Jüdischen Lästerung/ auch nohtwendige[n] Unterricht derer Christen/ die täglich mit Jüden umbgehen/ Aus der Rabbinen Eigenen Schrifften/ auch Mündlichem Gespräche der Jüden entdecket ... und widerleget / Durch Johannem Müllern [...] Hamburg: Zacharias Hertel 1644, S. 1385-1395. &#13;
&#13;
Mit freundlicher Genehmigung der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg Carl von Ossietzky.</p></licence></availability><idno><idno type="DTAID">jgo:source-71</idno></idno></publicationStmt>
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                                target="http://resolver.sub.uni-hamburg.de/goobi/PPN724134441">-->Staats-
                            und Universitätsbibliothek Hamburg<!--</ref></orgName>-->
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                        <idno>
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                        <typeDesc>
                            <p>Fraktur</p>
                        </typeDesc>
                    </physDesc>
                </msDesc>
            <bibl><author>Johannes Müller</author><placeName ref="http://vocab.getty.edu/tgn/7005289" corresp="#53.55046249999999,9.997296900000038">Hamburg</placeName><date when="1644">1644</date><orgName ref="http://d-nb.info/gnd/44643-9">Staats- und Universitätsbibliothek Carl von Ossietzky</orgName><idno>SUB: Scrin A/1649.</idno></bibl></sourceDesc>
            
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    <profileDesc><langUsage><language ident="deu">German</language></langUsage><textClass><classCode scheme="http://juedische-geschichte-online.net/doku/#genre">Quelle:Text</classCode></textClass></profileDesc></teiHeader>
    <text>
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            <p><pb facs="1385" n="1385"/><hi rendition="#c">Das Ander Theil <lb/><hi rendition="#b"><hi rendition="#larger">Des Jüdenthumbs /</hi></hi>
                </hi><hi rendition="#c"><hi rendition="#larger">Von streitigen Fragen / welche bey
                        den Chri-</hi><lb/>sten fürlauffen der Jüden halber / im gemeinen
                    Leben<lb/>und Conversation / die man <foreign xml:lang="la">Casûs Conscientiae
                    </foreign><lb/>oder Gewissens=Fragen nennet.</hi>
                <lb/><hi rendition="#c"><hi rendition="#b">Das Erste Capitel</hi>
                    <lb/><hi rendition="#larger">Von der Jüden Wohnung /</hi>
                    <lb/>Ob die Christen mit unverletztem Gewissen zuge-<lb/>ben können / daß Jüden
                    unter ihnen<lb/>wohnen</hi>
                <lb/><lb/>Es sind nicht geringe Ursachen / welche die<lb/>Antwort auff diese Frage
                zweifelhafftig ma-<lb/>chen: denn einmal ist gewiß / daß die Jüden<lb/>(1.) Unsern
                HErrn <persName ref="nognd">Christu</persName>
                <choice>
                    <orig>un̅</orig>
                    <reg>und</reg>
                </choice> seine Mut-<lb/>ter die Jungfraw <persName ref="nognd">Mariam</persName>
                grewlich lästern /<lb/>inmassen <persName ref="http://d-nb.info/gnd/118575449">Lutherus</persName> im 8. Jenischen Theil im <lb/>Buch von Jüden und ihren
                Lügen / <hi rendition="#fr"><persName ref="nognd"><foreign xml:lang="la">Helvi-<lb/>cus Elencho</foreign></persName> 8. <persName ref="nognd"><foreign xml:lang="la">Buxtorffius de
                        Abbre-<lb/>viaturis</foreign></persName>
                    <foreign xml:lang="la">p.</foreign> 88.</hi>
                <hi rendition="#fr"><persName ref="nognd"><foreign xml:lang="la">Antonius
                            Margarita</foreign></persName></hi><lb/>vom Jüdischen Glauben / <hi rendition="#fr"><persName ref="nognd"><foreign xml:lang="la">Ernestus
                            Ferdinandus Hesse</foreign></persName>
                    <foreign xml:lang="la">in Fla-<lb/>gello Jud.</foreign></hi>und andere solche
                Lästerungen aus ihren Büchern <choice>
                    <orig>un̅</orig>
                    <reg>und</reg>
                </choice> Re-<lb/>den erweisen / die bekehrten Jüden auch solches einmüthiglich <choice>
                    <orig>gestehē</orig>
                    <reg>gestehen</reg>
                </choice>.<lb/>Der Leser schlage auff / was droben die Jüden des HErrn Jesu
                Gott-<lb/>heit / Geschlechte / Lehre / Wundern / Weissagung und Leben / wie<lb/>auch
                dem Newen Testament entgegensetzen / so wird er solche Läste-<lb/>rungen mit Hauffen
                finden: Ich könnte dieselbe in grosser Menge auff<lb/><gap reason="insignificant"/><pb facs="1386" n="1386"/>einmal allhier dem Leser vortragen / wird aber
                billich der schwachen <choice>
                    <orig>un̅</orig>
                    <reg>und</reg>
                </choice><lb/> zarten Gewissen geschonet<gap reason="insignificant"/>
                <lb/><gap reason="insignificant"/>(2.)<lb/>Sie feinden die Christen hefftig an /
                also / daß <persName ref="http://d-nb.info/gnd/118575449">Lutherus</persName> im
                achten Je-<lb/>nischen Theil schreibet: <hi rendition="#b">Ein Christ habe nechst
                    dem Teufel kei-<lb/>nen bittern und hefftigern Feind / denn einen rechten
                    Jüden.</hi><lb/>
                <gap reason="insignificant"/><pb facs="1387" n="1387"/><gap reason="insignificant"/>
                (3.) Sie wuchern grewlich an den Christen mit vorge-<lb/>ben / <persName ref="nognd">Moses</persName> habe <choice>
                    <orig>gesprochē</orig>
                    <reg>gesprochen</reg>
                </choice> zum Volck Israel: An den Fremden mag-<lb/>stu wuchern / Deut. 23 v. 20.
                von welchem Schinden / Schaben <choice>
                    <orig>un̅</orig>
                    <reg>und</reg>
                </choice><lb/>Kratzen der Jüden drunten gehandelt wird (4.) <gap reason="insignificant"/>
                <lb/><gap reason="insignificant"/>Wo sie die<lb/>Christen nicht verführen / ärgern
                sie doch dieselbigen mit ihren Reden /<lb/>Büchern / Schrifften: ja ihre Schrifften
                strewen sie aus unter die<lb/>Christen / wie allhier und zu <choice>
                    <orig><foreign xml:lang="la">Altena</foreign></orig>
                    <reg><placeName ref="http://vocab.getty.edu/tgn/7012310">Altona</placeName></reg>
                </choice> geschehen: Zu geschweigen / wie<lb/>mancher Anstoß frommen Christen ans
                Hertze gehet / welche ihr Ge-<lb/>plerr in den Synagogen hören / ihre Lauberhütten /
                    <ref type="editorialNote" target="#Pessach"> Pascha</ref> und
                    ande-<lb/>dere<note type="editorial" place="foot">[sic!]</note> Feste mit Augen
                ansehen müssen. (5.) Sie werden auch in ihrem<lb/>Unglauben und Bosheit gestärcket /
                wenn sie unter den Christen woh-<lb/>nen. Sie rühmen sich / daß ihr Gott ihnen
                sonderliche Gnade ge-<lb/>be bey der Christlichen Obrigkeit / die sie <foreign xml:lang="he">Gojim </foreign><note type="editorial" place="foot">Goj: hebr.
                    »Volk, Nichtjude«</note> oder Heyden nennen / <lb/>daß sie dieselbe verblenden
                mit ihren Geschencken / wie <persName ref="nognd"><foreign xml:lang="la">Ernestus
                        Fer-<lb/>dinandus</foreign></persName> in der Juden Geissel cap. 5.
                bezeuget. Ja sie halten es für<lb/><gap reason="insignificant"/><pb facs="1388" n="1388"/>ein gewisses Kennzeichen / daß sie die rechte Religion haben und
                Mes-<lb/>sias noch nicht kom̅en sey / dieweil sie von der Christlichen Obrigkeit
                so<lb/>viel Freyheiten erlangen.<gap reason="insignificant"/>(7.)<gap reason="insignificant"/><pb facs="1389" n="1389"/><gap reason="insignificant"/><lb/>Ob nun zwar diese erzählte Ursachen die Christen bewegen kön-<lb/>ten / daß
                sie die Jüden unter sich nicht sollen wohnen lassen / dennoch<lb/>sind etliche der
                Meynung / man solle ihnen vergönnen unter den Chri-<lb/>sten zu wohnen / umb anderer
                Ursachen willen. (1.) Sollen sie zu<lb/><persName ref="nognd">Christo</persName>
                bekehret werden / so muß es ja durch Christen geschehen / also<lb/>und dergestalt /
                daß sie bey ihnen seyn / mit ihnen umbgehen / und von <lb/>ihnen unterrichtet werden
                / welches nicht geschehen könte / wo man sie<lb/> unter den Christen gar nicht
                wohnen liesse. (2.) Können sie unter den<lb/> Christen am besten gezwungen und
                ernstlich angehalten werden / daß<lb/>sie von ihren Blasphemien und Lästerungen
                    abstehen.<gap reason="insignificant"/><lb/><pb facs="1391" n="1391"/>Dafern aber
                den Jüden unter den Christen zu wohnen verstattet<lb/>wird / rahtet <persName ref="http://d-nb.info/gnd/118575449">H. Lutherus</persName> und andere <foreign xml:lang="la">Theologi</foreign> / wie auch gewissen-<lb/>haffte <foreign xml:lang="la">Politici</foreign> / daß es geschehen solle mit gewissen
                Bedingungen. (1.)<lb/>Soll man ihre Synagogen verbieten / ihrer Lästerung mit allem
                Ern-<lb/>ste wehren und straffen. <persName ref="http://d-nb.info/gnd/118575449">Lutherus</persName> schreibet mit rechtem Christlichen<lb/>Eifer hievon in dem <choice>
                    <orig>angezogenē</orig>
                    <reg>angezogenen</reg>
                </choice> Orte: <hi rendition="#b">Man soll ihre Synagogen<lb/> oder Schulen mit
                    Fewer anstecken / und was nicht verbren-<lb/>nen wil / mit Erde überhäuffen und
                    beschütten / daß kein<lb/>Mensch einen Stein oder Schlacke davon sehe ewiglich. <choice>
                        <orig>Un̅</orig>
                        <reg>Und</reg>
                    </choice>
                    <lb/>solches soll man thun unserm HErrn <choice>
                        <orig>un̅</orig>
                        <reg>und</reg>
                    </choice> der Christenheit zu<lb/>Ehren / damit Gott sehe / dass wir Christen
                    seyn / und solche<lb/>öffentliche Lügen / Fluchen und Lästern seines Sohns
                    und<lb/>seiner Christen / wissentlich nicht geduldet.</hi> (2.) Soll man
                ih-<lb/>nen nehmen ihre Bücher / es sind gleich <ref type="editorialNote" target="#Talmud">Talmudische</ref> oder Bet=Bü-<lb/>cher / oder sonst
                geschriebene Bücher / auch ihren <roleName>Rabbinen</roleName> nicht zulas-<lb/>sen
                hinführo zu lehren. <lb/><gap reason="insignificant"/>
                <lb/>(3.) Man soll sie darzu halten / daß sie zur Kirchen gehen /
                die<lb/>Christliche Predigten besuchen / und die Bibel auch in unser Spra-<lb/>che
                lesen / wenn sie dieselbige verstehen. Die vornehmste Ursache war-<lb/>umb sie
                geduldet werden / ist die Hoffnung / welche man hat zu ihrer<lb/>Bekehrung / darumb
                muß man auch Mittel gebrauchen / durch wel-<lb/>che ihr Bekehrung befördert / und
                alle Verhinderung derselbigen aus<lb/>dem Wege geräumet wird. Man soll ihnen täglich
                vom HERRN<lb/><persName ref="nognd">Messia</persName> und andern Glaubens Artikeln
                predigen: wäre auch gut /daß<lb/> sie an einen besondern Ort zusammen kämen solche
                Predigt anzuhö-<lb/>ren / auch gewisse Leute dazu gehalten würden / welche einig und
                allein<lb/> ihre Arbeit und Gedancken dahin richteten / wie ihre Bekehrung
                am<lb/>allerfügligsten könnte befördert werden <gap reason="insignificant"/><lb/>
                <pb facs="1392" n="1392"/>
                <gap reason="insignificant"/>(8.) Den Müssiggang soll man ihnen wehren / und<lb/>
                sie zur Arbeit halten / daß sie Holtzhawer und Wasserträger werden /<lb/>wie die
                Gibeoniter / Jud. 9. <persName ref="http://d-nb.info/gnd/118575449">Lutherus</persName> saget im Buch von den Jü-<lb/>den und ihren Lügen: <hi rendition="#b">Man solle den jungen starcken Jüden und<lb/>Jüdinnen in die Hand
                    geben Flegel / Axt / Karst / Spaten /<lb/>Rocken / Spindel / und lasse sie ihr
                    Brodt verdienen im<lb/>Schweiß der Nasen / wie <persName ref="nognd">Adams</persName> Kindern aufferleget ist:<lb/>denn es taug nicht / dz</hi>
                <note type="editorial" place="foot">dass</note> sie uns verfluchten <ref type="editorialNote" target="#goy"><foreign xml:lang="he">Goj</foreign></ref>
                <hi rendition="#b">wolten las-<lb/>sen im Schweiß unsers Angesichts arbeiten / und
                    sie / die H.<lb/>Leute woltens hinter dem Ofen mit faulen Tagen feisten <choice>
                        <orig>un̅</orig>
                        <reg>und</reg>
                    </choice><lb/>Pompen verzehren / und darauff rühmen lästerlich / daß sie
                    <lb/>der Christen Herren von unserm Schweiß / sondern man</hi><gap reason="insignificant"/><pb facs="1393" n="1393"/><hi rendition="#b">müste ihnen
                    das faule Schelmen Bein aus dem Rücken ver-<lb/>treiben.</hi><gap reason="insignificant"/>
                <lb/>(12.) Man soll den Jüden nicht zugeben / daß sie die Christen mit<lb/>Wucher
                übersetzen / und höher treiben / als in den Reichssatzungen zu-<lb/>gelassen ist.
                (13.) Zum Unterscheid aber der Christen solten sie ein be-<lb/>sonderes Zeichen am
                Kleide tragen. Es werden die Jüden an etlichen<lb/>Orten also respectieret / dz<note type="editorial" place="foot">dass</note> sie es vielen Christen an stadtlichen
                Kleidern<lb/>nicht allein gleich / sondern weit zuvor thun / tragen Samit <choice>
                    <orig>un̅</orig>
                    <reg>und</reg>
                </choice> Seide /<lb/> ihre Weiber behangen sich mit Gold / Perlen <choice>
                    <orig>un̅</orig>
                    <reg>und</reg>
                </choice>
                <choice>
                    <orig>Edelgesteinē</orig>
                    <reg>Edelgesteinen</reg>
                </choice> / als obs<lb/> Fürstl. Personen wären. Solchen Hochmut <choice>
                    <orig>un̅</orig>
                    <reg>und</reg>
                </choice> Stoltz des <choice>
                    <orig>verfluchtē</orig>
                    <reg>verfluchten</reg>
                </choice>
                <lb/>Volcks soll die Christliche Obrigkeit dämpffen / sie Demut lehren <choice>
                    <orig>un̅</orig>
                    <reg>und</reg>
                </choice><lb/>zum Unterscheid besondere Zeichen an Kleidern tragen lassen.<gap reason="insignificant"/><lb/>
                <pb facs="1394" n="1394"/><gap reason="insignificant"/>(17.) Sollen auch zu
                weltlichen <choice>
                    <orig>Emptern</orig>
                    <reg>Ämtern</reg>
                </choice> und Ehren stand <lb/>nicht gelassen werden / insonderheit soll ihnen keine
                Inspection <choice>
                    <orig>un̅</orig>
                    <reg>und</reg>
                </choice> Auff-<lb/>sicht über die Christen vergönnet werden /<gap reason="insignificant"/>Das sind die <foreign xml:lang="la">Conditio-<lb/>nes</foreign>
                <note type="editorial" place="foot">Bedingungen</note> und Vorschläge / mit welchen
                die Jüden unter den Christen gedul-<lb/>det werden sollen. So aber die Jüden solchen
                Gesetzen sich nicht un-<lb/>terwerffen / oder darnach leben wolten / solten die
                Christen billich fol-<lb/>gen dem guten Rahte des Herrn <persName ref="http://d-nb.info/gnd/118575449">Lutheri</persName> im Büchlein von den
                Jüden<lb/>und ihren Lügen / Tom. 8. Jen. Fol. 104. <hi rendition="#b">Lasst uns
                    bleiben bey <lb/>gemeiner Klugheit der andern Nationen / als <placeName ref="http://vocab.getty.edu/tgn/1000070">Franckreich</placeName> /<lb/>
                    <placeName ref="http://vocab.getty.edu/tgn/1000095">Hispanien</placeName> /
                        <placeName ref="http://vocab.getty.edu/tgn/7006470">Böhmen</placeName> / u.
                    und mit ihnen rechnen / was sie uns<lb/>abgewuchert / und darnach gütlich
                    getheilet / sie aber immer<lb/>zum Lande außgetrieben. Wer aber Lust hat /</hi>
                schreibet <persName ref="http://d-nb.info/gnd/118575449">Lu-<lb/>therus</persName>
                ferner fol. 107. <hi rendition="#b">solche gifftige Schlangen und junge</hi><gap reason="insignificant"/>
                <pb facs="1395" n="1395"/><hi rendition="#b">Teufel / das ist / die ärgesten Feinde
                        <persName ref="nognd">Christi</persName> unsers HErrn /<lb/>und unser aller
                    zu herbergen / zu fretzen und zu ehren / und sich <lb/>zu schinden / rauben /
                    plündern / schänden / zu speyen und zu<lb/>fluchen / und alles Ubels zu leiden
                    begehret / der lasse ihm die-<lb/>se Jüden trewlich befohlen seyn. Ists nicht
                    genug / so laß<lb/>er ihm auch ins Maul thun / oder krieche ihm in den
                    Hin-<lb/>dern / und bete dasselbige Heiligthumb an /rühme sich dar-<lb/>nach /
                    Er sey barmhertzig gewest / habe den Teufel und sei-<lb/>ne junge Teufel
                    gestärcket / zu lästern unsern lieben HErrn /<lb/>und das theure Blut / damit
                    wir Christen erkaufft seyn / so<lb/>ist er denn ein vollkom̅ener Christ / voller
                    Werck der Barm-<lb/>hertzigkeit / die ihm <persName ref="nognd">CHristus</persName> belohnen wird am jüngsten <lb/>Tage mit den Jüden im
                    ewigen höllischen Fewer.</hi>
                <gap reason="insignificant"/>
            </p>
        </body>
    </text>
</TEI>
